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Bewegung in Brüssel

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Bewegung in Brüssel

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In Belgien kommt Bewegung in die Suche nach einer neuen Regierung. Der Unterhändler des Königs, der frühere Ministerpräsident Wilfried Martens, will offenbar Neuwahlen im kommenden Jahr verhindern und eine langfristige Regierung finden – noch vor dem Jahreswechsel. Auch an diesem Freitag gingen die Gespräche zur Beendigung der Krise weiter. Es sei eine enorme Aufgabe, betonte Martens, denn um eine stabile Regierung zu bilden, brauche man einen vertrauenswürdigen Ministerpräsidenten.

Für das Amt kommen einige Kandiaten in Frage. Aber noch bleibt unklar, wer die Nachfolge von Yves Leterme antritt. Am Montag hatte König Albert II. den Ministerpräsidenten wegen dessen Rolle beim Verkauf der Großbank Fortis entlassen. Die Gerüchteküche brodelt, es könnte wieder jemand aus dem Lager der Christdemokraten sein. Der Blick richte sich im Moment auf Frauen der CDV-Partei, nämlich Inge Vervotte und Marianne Thyssen, meint ein Politologe.

Die Chefin der flämischen Christdemokraten nahm in den vergangenen Tagen bei der Suche nach einer Lösung eine aktive Rolle ein. Thyssen war bereits vom König zu Gesprächen empfangen worden. Als möglicher Nachfolger für Leterme wird aber auch der Präsident des Abgeordnetenhauses, Herman Van Rompuy, gehandelt.