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Ägypten verlangt Grenzöffnung für Verletzte

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Ägypten verlangt Grenzöffnung für Verletzte

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Angesichts der Eskalation der Gazastreifen hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas seine Krisengespräche fortgesetzt. In Kairo bat Ägyptens Präsident Husni Mubarak an, zwischen Israel und der Hamas zu vermitteln. Ägypten hatte bereits die vor einer Woche ausgelaufene Waffenruhe ausgehandelt. Zudem vermittelt Kairo zwischen den verfeindeten Palästinensergruppen Hamas und Fatah.

Abbas sagte, es habe direkte und indirekte Versuche gegeben, die Hamas zur Fortführung des Waffenstillstands zu bewegen. Die Hamas habe das leider zurückgewiesen. Das koste nun das hunderten Palästinensern das Leben. Diese Angriffe hätten vermieden werden können. Ägypten warf der radikal-islamischen Hamas vor, hunderte Verletzte daran zu hindern, den Gazastreifen zu verlassen um sich in Ägypten behandeln zu lassen. Die Verwundeten würden am Grenzübergang Rafah erwartet, so Außenminister Ahmed Aboul Gheit. Ägypten hindere sie nicht am Übertritt, das müsse man die Hamas fragen. Augenzeugen zufolge warten Dutzende Krankenwagen hinter der Grenze. Die Hospitäler im Gazastreifen sind überfordert. Ärzte riefen zu Blutspenden auf. Die Hamas forderte eine dauerhafte Öffnung des Übergangs. Vor knapp einem Jahr hatten hunderttausende Palästinenser den Übergang gestürmt.