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Israel und Hamas geben sich gegenseitig Schuld an Eskalation

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Israel und Hamas geben sich gegenseitig Schuld an Eskalation

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Der Luftangriff auf den Gazastreifen am Samstagmorgen, für die eineinhalb Millionen dort lebenden Palästinenser kam er überraschend. Dies sei von zentaler Bedeutung gewesen, hieß es in einer Erklärung der Armee. Noch am Vortag hatte Israel die abgeriegelte Grenze für Versorgungstransporte geöffnet.

Israel erklärte, der Angriff richte sich gegen die Hamas, nicht die Zivilisten. Doch diese erlebten den blutigsten Tag seit über 40 Jahren. Unter den hunderten Toten sind auch hochrangige Hamas-Funktionäre. Als Reaktion feuerte die Hamas 50 Raketen ab, ein Israeli wurde dabei getötet. Aus dem Exil rief Hamas-Chef Chaled Maschaal zu einer dritten Intifada auf. Seit der Machtübernahme der Hamas waren nahezu täglich Raketen auf Israel nieder gegangen, als Reaktion riegelte Israel den zum “feindlichen Gebiet” erklärten Gazastreifen ab. Mit anhaltendem Beschuss wollte die Hamas die Aufhebung der Blockade erzwingen. An der Eskalation gaben sich beide Seiten gegenseitig die Schuld. Ismail Haniyah, Hamas-Führer im Gazastreifen, sagte, das Gemetzel sei integraler Bestandteil einer Strategie Israels. Diese versuche, den Widerstand des palästinensischen Volkes zu brechen: “Aber auch wenn ihr Tausende von uns, tausende Kinder unseres Volkes getötet habt, ihr werdet doch nie unseren Stolz und unsere Würde töten können.”