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Gazastadt in Trümmern

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Gazastadt in Trümmern

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Große Teile von Gaza-Stadt liegen nach den Luftangriffen in Trümmern. Unter anderem wurde die Islamische Universität im Zentrum der Stadt beschossen. Ein Sprecher der israelischen Armee sagte, das Universitätsgelände sei zur Entwicklung von Raketen und anderem Kriegsgerät verwendet worden.

In der arabischen Welt werden die Israel-feindlichen Töne radikaler und lauter. Doch auch Palästinenserpräsident Machmud Abbas, der im Westjordanland das Sagen hat, wird kritisiert. In Kuwait warfen ihm Abgeordnete vor, ihm käme der israelische Militäreinsatz gelegen, er wolle die Hamas im Gazastreifen aus der Macht drängen. Leise meldet sich in der arabischen Welt eine Minderheit der Kommentatoren zu Wort, die nicht allein Israel die Schuld an der Eskalation geben will. Die arabische Tageszeitung Al-Sharq Al-Awsat, die häufig den Standpunkt des Herrscherhauses in Riad vertritt, stellte sich in einem Kommentar gegen die Hamas und erklärte, die Organisation hätte schon längst selbst für ein Ende der Raketenangriffe auf Israel sorgen können. Täglich tragen die Palästinenser in Gaza-Stadt ihre Toten zu Grabe. Die Menschen wurden aufgerufen, die Toten schnell zu begraben – aus Angst vor Seuchen.