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Wahlen in Bangladesch ohne größere Zwischenfälle

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Wahlen in Bangladesch ohne größere Zwischenfälle

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Die Parlamentswahlen in Bangladesch sind bei der Bevölkerung auf großes Interesse gestoßen. Nach Angaben der Wahlkommission beteiligten sich rund 70 Prozent der mehr als 80 Millionen Wahlberechtigten an der Abstimmung. Für viele war es ein Anliegen, nach dem fast zweijährigen Ausnahmezustand im Land wieder eine demokratisch legitimierte Regierung wählen zu können.

Als Favoritin gilt die Chefin der linken Awami-Liga, Sheikh Hasina, die eine säkulare Politik vertritt und die Sanierung des bettelarmen Landes versprach. Ihre schärfste Konkurrentin und erbitterte Feindin ist die Vorsitzende der rechten Nationalpartei BNP, Khaleda Zia. Zwischen 1991 und 2006 hatten sich die beiden Frauen an der Regierungsspitze abgewechselt – mit dem Ergebnis, dass Bangladesch damals als eines der korruptesten Länder der Welt galt. Die Erzfeindinnen saßen auch beide wegen Korruption im Gefängnis. Dennoch setzen die Menschen im Land nun große Hoffnungen auf eine neue Regierung. “Ich hoffe, dass der Wahlsieger Terrorismus und Korruption beendet”, meint ein junges Mädchen. “Außerdem sollten Frauen sich frei und sicher bewegen können.” Insgesamt waren rund 650.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Größere Zwischenfälle oder Unregelmäßigkeiten wurden nicht gemeldet. Der Leiter der der EU-Wahlbeobachterkommission meinte, die Abstimmung sei “im Großen und Ganzen gut verlaufen”.