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Der Rubel rollt - nach unten...

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Der Rubel rollt - nach unten...

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Der Rubel befindet sich weiter auf dem Weg nach unten. Zu Wochenbeginn nahm die russische Notenbank eine Abwertung um 1,7 Prozent gegenüber dem bestehenden Währungskorb aus Euro und Dollar vor. Es handelt sich um die zwölfte derartige Maßnahme seit Anfang November.

Damit müssen die Russen für einen Euro 41,6 Rubel auf den Tisch legen. Soviel wie noch nie seit der Euro-Einführung am 1. Januar 1999. Damals waren es noch 25 Rubel. Ein US-Dollar ist heute 29 Rubel wert. Die Moskauer Zentralbank begründete den Abwertungsdruck mit dem volkswirtschaftlichen Umfeld. Dieses habe sich für Russland deutlich eingetrübt. In der Bevölkerung wird die Abwertung wegen früherer Erfahrungen mit Zurückhaltung aufgenommen. Ein Moskauer sagt, er mache sich zwar einige Sorgen, aber die Lage sei nicht mit der von vor zehn Jahren zu vergleichen. Damals sei der Staat pleite gewesen. Heute habe Russland große Währungs- und Goldreserven. Russland leidet heute unter dem stark eingebrochenen Ölpreis, aber auch unter der hohen Verschuldung seiner Unternehmen im Ausland. Für das Neue Jahr ist ein massiver Wachstumseinbruch und ein hoher Anstieg der Arbeitslosigkeit zu befürchten. Beides ist nicht geeignet, auf den Märkten Vertrauen in die russische Wirtschaft zu stiften. Experten rechnen daher 2009 mit weiteren Rubel-Abwertungen.