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Weg frei für neue Regierung in Belgien

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Weg frei für neue Regierung in Belgien

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Der designierte Ministerpräsident Belgiens, Herman van Rompuy, will sich um die Bildung einer neuen belgischen Regierung kümmern. Schon heute wird er mit allen Parteiführern sprechen. Nach einigem Zögern nahm der derzeitige Parlamentspräsident den Auftrag von König Albert am Sonntag Abend an. Der christsoziale Politiker hatte davor immer betont, dass er kein Interesse an dem Posten habe. Rompuys Parteikollegen aus dem flämisch-sprachigen Teil des Landes hatten ihn jedoch mehrfach erheblich gedrängt.

Ab 1988 war Rompuy Chef seiner Partei und von 1993 – 99 stellvertretender Ministerpräsident und Haushaltsminister. Mitte letzten Jahres wurde er Präsident des Abgeordnetenhauses. Rompuys jetziger Zusage, die Regierung zu führen, war eine Phase der Vermittlung durch Ex-Ministerpräsident Wilfried Martens vorausgegangen. Rompuy gilt als der einzige Christsoziale der von allen fünf derzeitigen Koalitionsparteien akzeptiert wird. Er folgt auf Yves Leterme, der wegen Vorwürfen der Justizmanipulation zurückgetreten war. Der künftige Regierungschef muss nicht nur die Kluft zwischen dem flämisch- und dem französischsprachigem Teil überwinden, sondern auch Rezepte gegen die Wirtschaftsrezession präsentieren.