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Spanien erstmals seit 15 Jahren in Rezession

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Spanien erstmals seit 15 Jahren in Rezession

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Erstmals seit 15 Jahren ist Spanien wieder in einer Rezession. Wie die Zentralbank in Madrid mitteilte, schrumpfte das Bruttoinalndsprodukt im dritten und im vierten Quartal.

Zwar wurden für das letzte Vierteljahr noch keine Zahlen genannt, dennoch hieß es, die negative Entwicklung habe sich fortgesetzt. Im dritten Quartal war die Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent geschrumpft. Für das Gesamtjahr rechnet der Internationale Währungsfonds für Spanien mit einem Wachstum von 1,4 Prozent. 2009 wird ein Rückgang von 0,7 Prozent erwartet. Diese Zahlen stehen im krassen Gegensatz zu den Werten der Boomjahre 2005 bis 2007, als Wachstumsraten von fast vier Prozent erreicht wurden – getragen von dem Aufschwung der Bau- und Immobilienindustrie. Inzwischen durchlebt die Branche eine ihrer schwersten Krisen mit negativen Folgen für den Arbeitsmarkt. So stammten im November mehr als 40.000 Menschen von 170.000, die ihren Job verloren, aus der Bauindustrie. Die Analysten der Madrider Zentralbank rechnen angesichts sinkender Nachfrage und Investitionen der Unternehmen mit zunehmenden Spannungen auf dem Arbeitsmarkt.