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Um 8 Uhr dreht Moskau den Gashahn ab

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Um 8 Uhr dreht Moskau den Gashahn ab

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Gazprom stellt am Neujahrstag um 8 Uhr MEZ die Gaslieferungen an die Ukraine ein. Dies teilte der Chef des russischen Staatsunternehmens am Sylvesterabend in Moskau mit. Gleichzeitig beschuldigte Gazprom die ukrainische Seite der Erpressung. Laut Gazprom hat die Ukraine für den Fall der Liefereinstellung schriftlich die “Beschlagnahme” des für den Transit in die EU bestimmten Gases angedroht.
 
 “Die Position der Ukraine in den Verhandlungen mit der russischen Föderation über Gaslieferungen 2009 ist nicht konstruktiv. Gazprom hat das ausstehende Geld von der Ukraine noch nicht erhalten”, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller am Silvestertag. Miller warf der Ukraine eine “Politisierung des Konflikts” vor.
 
Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko sagte ihre für den Abend geplante Moskau-Reise ab. Die Ukraine erklärte, sie habe ihre Schulden bei Gazprom in Höhe von 2 Milliarden Dollar beglichen. Nach Angaben von Gazprom hat die Ukraine mit der Rückzahlung der Außenstände lediglich begonnen. 
 
Die Ukraine will die Anhebung des Gaspreises auf 250 Dollar (177 Euro) je 1000 Kubikmeter nicht akzeptieren. Westeuropäische Abnehmer zahlen 500 Dollar.