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Auch Slowaken kaufen nun in Euro ein

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Auch Slowaken kaufen nun in Euro ein

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Allmählich können sich die Slowaken nun an das neue Geld gewöhnen: Auch hier gilt jetzt der Euro. Die slowakische Krone ist Geschichte; nur zwei Wochen lang, bis zum 16. Januar, kann sie parallel zum Euro noch ausgegeben werden.

Damit gilt die Gemeinschaftswährung nun in sechzehn der 27 EU-Länder. Allerdings wird der Slowakei für die nächsten Jahre niemand mehr in den Euro-Raum folgen. Keiner hat konkrete Pläne: Nur Tschechien kündigte heute an, es wolle am 1. November einen Zeitplan vorlegen. Vor 2012 könnte es dort aber kaum zur Einführung des Euro kommen. Für die Slowakei kam der Euro angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise günstig: Schon im Sommer wurde der Wechselkurs zum Euro festgelegt. Damit wurde die slowakische Krone uninteressant für Währungsspekulanten. Die Währung blieb stabil, anders als in Nachbarländern wie Tschechien, Ungarn oder Polen. Stabilität und eine schnellere Entwicklung erhofft sich auch der slowakische Notenbankchef Ivan Šramko vom Euro. Für kleine und offene Volkswirtschaften wie die slowakische sei die Krise sonst sehr riskant, meint er. Die Zustimmung in der Bevölkerung stieg deshalb auch deutlich: Noch im Sommer hatten die Befürworter des Euro nur einen hauchdünnen Vorsprung. Zuletzt aber, im Dezember, waren fast zwei Drittel der Slowaken für die Euro-Einführung.