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Israel tötet Hamas-Führer

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Israel tötet Hamas-Führer

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Israel hat den Konflikt um den Gazastreifen verschärft. Die Luftwaffe tötete am Donnerstag erstmals ein Mitglied des engsten Hamas-Führungszirkels. Bei dem gezielten Luftangriff auf die Wohnung von Scheich Nizar Rayyan wurden dessen Frau und acht Kinder getötet und rund 30 Personen verletzt.

Scheich Rayyan hatte sich offen für die Wiederaufnahme von Selbstmordanschlägen in Israel ausgesprochen. Der 49-jährige war ein einflußreicher Geistlicher, der in der “Moschee der Märtyrer” predigte. Aus Furcht vor gezielten israelischen Mordanschlägen haben sich viele Hamas-Führer versteckt. Scheich Rayyan war der Empfehlung, sich an einem unbekannten Ort in Sicherheit zu bringen, nicht gefolgt und in seiner Wohnung geblieben. Seit der gezielten Tötung von Scheich Yassin durch Israel im Jahre 2004 war er die höchste geistliche Autorität der Hamas. Am sechsten Tag der Operation “Gegossenenes Blei” griffen israelische Luft- und Seestreitkräfte nach eigenen Angaben 20 Hamas-Ziele an. Seit Beginn der Operation wurden über 400 Palästinenser getötet. Die Operation “Gegossenes Blei” ist eine Vergeltungsaktion für den anhaltenden Beschuss Südisraels mit Kassam- und anderen Raketen. Durch die Raketenangriffe kamen in Südisrael seit 2001 fast 20 Personen ums Leben. Unklar bleibt, ob Israel mit Bodentruppen in den Gazastreifen einmarschieren wird.