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Keine Waffenruhe in Gaza in Sicht

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Keine Waffenruhe in Gaza in Sicht

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Die diplomatischen Bemühungen um einen Waffenstillstand im Nahen Osten werden intensiviert, doch die Gewalt auf beiden Seiten hat sich auch an Sylvester fortgesetzt.

Am Mittwoch Abend bombardierte Israel das Quartier eines lokalen Anführers der radikal-islamischen Hamas im Süden des Gaza-Streifens. Dabei starben nach palästinensischen Angaben drei Menschen, Dutzende wurden verletzt. Israels Armee befürwortet Medienberichten zufolge eine zeitlich befristete Bodenoffensive im Gaza-Streifen. Das Sicherheitskabinett des Landes hat einen 48-Stunden-Waffenstillstand abgelehnt. Auch die Raketenangriffe der Hamas auf Städte im Süden Israels wurden am Mittwoch fortgesetzt. Hamas-Chef Ismail Haniyeh schwor seine Landsleute unterdessen auf den Sieg im Kampf gegen Israel ein: “Wir wollen euch mitteilen: Ihr werdet gewinnen. Der Sieg ist nah, wenn Gott es will, und er ist näher, als viele denken.” Eine Debatte im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen blieb vorerst ergebnislos. Einen von Libyen eingebrachten Resolutionsentwurf über einen sofortigen beiderseitigen Waffenstillstand bezeichneten westliche Diplomaten als einseitig. Eine neuerliche Abstimmung über den Text wird erst in den kommenden Tagen erwartet.