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Ausländer verlassen Gaza-Streifen

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Ausländer verlassen Gaza-Streifen

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Israel hat mehrere hundert Bewohner des Gazastreifens mit ausländischem Pass ausreisen lassen. Die Armee öffnete den seit knapp einer Woche geschlossenen Grenzübergang Eres für mehr als vierhundert Personen, die die doppelte Staatsangehörigkeit haben. Sie stammen aus Russland, den USA, der Türkei oder Osteuropa. Nach den anhaltenden Luftangriffen wollen sie sich nun vor einer Bodenoffensive in Sicherheit bringen.

“Die Lage ist sehr schwierig. Man kann dort nicht leben. 24 Stunden lang bombardieren uns die Israelis ohne Unterlass. Man kann überhaupt nicht schlafen”, klagt eine der Ausreisenden, eine andere schimpft: “Es gibt keine Lebensmittel mehr, nichts mehr. Die Leute sterben – und wo seid Ihr, Ihr Araber? Wo seid Ihr? Keiner kommt, um uns zu helfen!” Insbesondere Frauen und Kinder durften ausreisen, nachdem die zuständigen Botschaften sich für sie eingesetzt hatten. Den mehr als eine Million Landsleuten ohne ausländischen Pass blieb die Flucht unmöglich. Bei den Luftangriffen innerhalb von sieben Tagen wurden der Gesundheitsbehörde in Gaza zufolge bereits mehr als zweitausend Menschen verletzt.