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Israel bombardiert Moschee

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Auch nachts kommt der Gazastreifen nicht zur Ruhe. In der Nacht zum Freitag bombardierte die israelische Luftwaffe eine Moschee im Flüchtlingslager Jabaliyah im Gazastreifen, die dem israelischen Militär zufolge der islamistischen Hamas als Waffenlager diente. Zuvor war am Donnerstag das Haus eines hochrangigen Hamasmitglieds bombardiert worden, dabei starben außer ihm seine vier Frauen, elf seiner zwölf Kinder und zwei Nachbarn. Die Zahl der palästinensischen Todesopfer ist mittlerweile auf 425 gestiegen, es gibt geschätzte 2000 Verwundete. Den Raketen, die aus dem Gazastreifen auf Israel abgeschossen werden, sind seit dem 27. Dezember vier Israelis zum Opfer gefallen, es gab einige Dutzende Verletzte.

In Erwartung eines Einmarschbefehls hat das israelische Militär inzwischen immer mehr Truppen am Gazastreifen aufziehen lassen. Die israelische Außenministerin Tzipi Livni, zu Besuch in Frankreich, wies die Forderung nach einer humanitären Waffenruhe zurück. Dass Israel 443 Ausländern die Erlaubnis erteilt hat, den Gazastreifen zu verlassen, gilt als weiteres Zeichen für einen baldigen Truppeneinmarsch. Die Hamas hat unterdessen die Palästinenser im Westjordanland und in Jerusalem für heute zu einem Tag der Wut aufgerufen. Die israelische Armee hat angekündigt, das Westjordanland komplett abzuriegeln.