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Waffenruhe im Nahen Osten nicht in Sicht

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Waffenruhe im Nahen Osten nicht in Sicht

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Am siebten Tag in Folge bombardierte die israelische Armee mehr als dreißig Ziele im Gazastreifen. Militante Palästinenser feuerten weiter Raketen auf Israel ab. Die Bilanz einer Woche: Mehr als vierhundert palästinensische Todesopfer und vier tote Israelis.

Unweit von Chan Junis im Gaza-Streifen starben drei Kinder der selben Familie bei einem Bombardement. Laut Augenzeugen spielten sie nahe einem Platz, von dem Palästinenser Raketen auf Israel abschießen. Die Vereinten Nationen schätzen, dass etwa ein Viertel der Todesopfer Zivilisten sind. Die israelische Armee betonte, sie greife Standorte an, die zur Hamas-Infrastruktur gehörten und an denen Raketen oder Sprengstoff gelagert würden. Die Bombardements konnten die militanten Palästinensern nicht abschrecken. Jene feuerten an diesem Freitag unter anderem Raketen auf die südisraelische Stadt Aschkelon ab. Zwei Israelis wurden dabei verletzt. Die Hamas hat Vergeltung für die Tötung eines ihrer Führer geschworen und auch Selbstmordattentate angedroht. Israel hat derweil alles für eine Bodenoffensive im Gaza-Streifen vorbereitet. Diplomatische Bemühungen blieben bisher erfolglos. Der EU-Ratsvorsitz erwägt eine europäische Mission im Nahen Osten.