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Streit um Lage der Menschen in Gaza

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Streit um Lage der Menschen in Gaza

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Nach einer Woche israelischer Angriffe rückt verstärkt die Lage der Menschen im Gazastreifen in den Blickpunkt. Hilfsorganisationen bestreiten die israelische Darstellung, dass es keine humanitäre Krise gebe. An Wasser und Lebensmitteln fehlt es demnach ebenso wie an Kraftstoff.

Auch die Vereinten Nationen zeigen sich besorgt. Ein Großteil der Infrastruktur sei zerstört, sagt Robert Serry, der UNO-Sonderbeauftragte für den Nahen Osten; es gebe immer mehr Tote und Verletzte. Der Schutz der Zivilbevölkerung, die Zukunft des Friedensprozesses und die Stabilität in der Region – all das komme unter die Räder, angesichts der unverantwortlichen Angriffe der Hamas und der unverhältnismäßigen Antwort Israels. Israel bestreitet solche Vorwürfe: Mehr als sechstausend Tonnen Hilfsgüter habe man seit Beginn der Angriffe durchgelassen. Außenministerin Zipi Livni sagt, die humanitäre Lage im Gazastreifen sei so, wie sie sein müsse. Die Übergänge seien offen, es gehe sogar mehr durch als vor den Angriffen. Man wisse, dass man der Bevölkerung im Gazastreifen das Leben trotz allem so weit wie möglich erleichtern müsse. An der Grenze zu Israel betreibt die UNO ein Verteilzentrum für Hilfsgüter: Für viele ist das die einzige Möglichkeit, sich mit dem Notwendigsten zu versorgen. Andere wagen sich aber gar nicht erst auf den Weg dorthin, wegen der fortdauernden israelischen Angriffe.