Eilmeldung

Eilmeldung

Frühere Siedler von Offensive nicht überrascht

Sie lesen gerade:

Frühere Siedler von Offensive nicht überrascht

Schriftgrösse Aa Aa

Vor über drei Jahren hatte sich Israel aus dem Gazastreifen zurückgezogen. Tausende Siedler mussten umziehen, etwa in Fertighäuser ins südisraelische Nitzan. Die Stadt wuchs dadurch um das Vierfache.

Für Karen Tzafati, die den größten Siedlungsblock Gush Katif verlassen musste, kommt die Gaza-Offensive nicht überraschend: “Wir wussten, dass es so kommen würde. Wir haben das der Welt gesagt. Aber keiner wollte auf uns hören. Für uns ist das keine Überraschung.” Insgesamt 8500 Menschen – Siedler und sie schützende Soldaten – mussten damals ihre Häuser aufgeben. “Ich habe sehr gemischte Gefühle”, sagte ein Mann. Die Situation sei nicht einfach für alle, die jetzt nahe des Gazastreifens lebten. 1967 hatte Israel den Gazastreifen besetzt. Als fast vier Jahrzehnte später der damaligen Regierungschef Ariel Sharon die Siedlungen einseitig aufgab, rief er starken Widerstand hervor, unter den Bewohnern und der eigenen Partei. Zehntausende speziell geschulte Soldaten räumten jede einzelne der 21 Siedlungen. Es kam zu zahlreichen Festnahmen.