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Gaza-Konflikt lässt Ölpreise steigen

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Gaza-Konflikt lässt Ölpreise steigen

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Die Eskalation im Nahen Osten hat die Ölpreise auch zu Wochenbeginn weiter in die Höhe steigen lassen. Zwei Tage nach Beginn der israelischen Bodenoffensive im Gazastreifen wurden die höchsten Preisstände seit Wochen erreicht.

Für zusätzliche Nervosität an den Ölmärkten sorgte die jüngste Entwicklung im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine. Nach Meinung von Analysten beweisen beide Konflikte die geopolitischen Risiken der Energieversorgung.

In London zog der Preis für das Barrel der Nordseesorte Brent auf mehr als 48,70 Dollar an. Damit war Brent ein Drittel teurer als zu Beginn der israelischen Militäraktion am 27. Dezember. Die OPEC wurde unterdessen von einem iranischen Militärführer aufgefordert, aus Solidarität mit den Palästinensern einen Ölboykott auszurufen. Wie aus Kreisen des Kartells verlautete, hat ein derartiges Vorgehen aber keine Chance, von den übrigen Mitgliedern gebilligt zu werden.

An den europäischen Tankstellen hat der Militärkonflikt im Nahen Osten zunächst keine Folgen, versichern Experten. Allerdings müsse im Laufe des Jahres immer wieder mit großen Preissprüngen bei Rohöl gerechnet werden.