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Zivilisten flüchten sich in Gazas Schulen

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Zivilisten flüchten sich in Gazas Schulen

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Etwa ein Viertel der getöteten Palästinenser sollen palästinensischen Angaben zufolge Zivilisten sein. An diesem Montag waren in Gaza darunter mindestens 13 Kinder. Mehr als 2500 Menschen wurden seit Beginn der Offensive verletzt.

Israels Armee betont, die Zivilisten seien nicht Ziel der Angriffe. Laut eigenen Angaben warnt sie die Palästinenser telefonisch. Viele, die im Norden des Gazastreifens leben, haben sich in die Stadt Gaza geflüchtet. In Schulgebäuden suchen sie Zuflucht. “Die israelische Armee hat kein Erbarmen”, sagt ein Mann, “sie schießt auf alles, was sich bewegt. Sie bombardiert unser Land, unserer Häuser. Sie feuert Raketen auf unsere Häuser. Sie sagt, sie zielt nicht auf Zivilisten, doch sie lügt.” Ein ausländisches Ärzteteam vom Roten Kreuz wartete drei Tage auf eine Einreisegenehmigung. Die Versorgung der Verletzten wird immer schwieriger. “Das Personal, die Ärzte, die Chirurgen sind extrem müde, weil sie rund um die Uhr arbeiten”, klagt ein Mediziner. “Es ist nicht einfach, mehr Personal zu bekommen, weil der Gazastreifen geteilt ist und Personal aus Rafah, im Süden, nicht nach Gaza kommen kann.” Israelische Medien berichten über die humanitäre Lage oft nur am Rande. Ausländische Journalisten dürfen weiterhin nicht in den Gazastreifen einreisen.