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Porzellan: Rosenthal-Mutter geht in Insolvenz

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Porzellan: Rosenthal-Mutter geht in Insolvenz

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Die irische Rosenthal-Mutter Waterford Wedgwood ist offenbar pleite. Der Porzellanhersteller benannte für sein Geschäft in Irland und Großbritannien Insolvenzverwalter. Nach fünf verlustreichen Jahren war es nicht gelungen, neue Investoren zu finden.

Vorstandsmitglied Redmond Donaghue hofft, dass durch die Insolvenz das Unternehmen wieder gesunden kann. Wünschenswert sei weiterhin frisches Kapital. Zugleich sei zu hoffen, dass die Folgen für Angestellte und Pensionsempfänger nicht zu groß ausfielen. Vieles hänge künftig aber vom Insolvenzverwalter und davon, ob doch noch ein Käufer gefunden werde. Im vergangenen Jahr erlitt Waterford Wedgwood einen Verlust von 233 Millionen Euro – mehr als 200 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz sank auf 671 Millionen Euro, der Schuldenstand erhöhte sich um ein Viertel auf 531 Millionen Euro. Waterford Wedgwood ist ein irisches Traditionsunternehmen, das auf eine rund 250 Jahre alte Geschichte zurückblicken kann. Seit 1997 gehört auch die oberfränkische Marke Rosenthal zum Konzern. Rosenthal sei – ebenso wie einige andere Aktivitäten – von der Insolvenz nicht betroffen, hieß es. Weltweit beschäftigt der irische Porzellan- und Kristallglashersteller rund 8000 Menschen, ein Drittel davon in Irland und Großbritannien. Schwere Umsatzeinbrüche hatte Waterford Wedgwood zuletzt vor allem auf seinem Hauptmarkt USA zu verzeichnen – auch eine Folge der Finanzkrise.