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IKRK-Direktor: "Lage der Zivilisten nicht hinnehbar"

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IKRK-Direktor: "Lage der Zivilisten nicht hinnehbar"

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Die humanitäre Lage im Gazastreifen wird immer prekärer. Die Trinkwasserversorgung jedes Dritten der eineinhalb Millionen Palästinenser sei in Gefahr, warnte das Internationale Kommittee vom Roten Kreuz in Genf (IKRK).

Auch die Verteilung von Nahrungsmitteln wird angesichts der anhaltenden Gefechte immer schwieriger. Stundenlang stehen die Menschen nach Brot an. In den Krankenhäusern fehlen Medikamente und Blutkonserven. Die Lage der Zivilisten sei nicht hinnehmbar, so der Direktor für Einsätze beim IKRK, Pierre Kraehenbuehl: “Wenn es die Sicherheitslage zulässt werden wir selbstverständlich weiteres medizinisches Personal entsenden. Dort spielt sich die Krise ab: Die Zivilisten, die Verletzten müssen Hilfe erhalten können, dass heißt, die Krankenwagen müssen sie erreichen, und dann müssen sie auch versorgt werden können. Im Moment sterben die Menschen, weil sie keinen Zugang zur Hilfe haben.” Angriffe auf gekennzeichnete Helfer seien völkerrechtswidrig, mahnte das IKRK. Vor ihren Einsätzen stimmen sich die Helfer langwierig ab, trotzdem geraten sie immer wieder ins Fadenkreuz. Drei mobile Kliniken und zwei Ambulanzen wurden bombardiert, zwei Sanitäter getötet. “Die Ambulanz-Fahrer, die Sanitäter, sie zahlen dafür, dass sie Menschen retten, mit ihrem Leben, wenn F-16-Jets, Aufklärungsflugzeuge, Kampfhubschrauber über sie hinwegdonnern, auf Menschen schießen, Zivilisten töten und die ganze Bevölkerung terrorisieren”, sagte eine Helferin. Im Schifa-Krankenhaus gingen nach Angaben eines Arztes alle Scheiben zu Bruch. Die Patienten frieren. Das Hospital ist seit Tagen überlastet.