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Inflation in der Eurozone deutlich gesunken

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Inflation in der Eurozone deutlich gesunken

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In der Eurozone hat sich die Lage an der Preisfront deutlich beruhigt. Wie die Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg mitteilte, sank die jährliche Inflationsrate im Dezember um 0,5 Punkte auf 1,6 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit Oktober 2006.

Im November hatte die Teuerungsrate noch 2,1 Prozent betragen, im Oktober sogar 3,2 Prozent. Erst bei Raten unter zwei Prozent ist nach Lesart der EZB Preisstabilität gewährleistet. Für viele Verbraucher wie in diesem Brüsseler Supermarkt bleiben derartige Zahlenspiele indes akademischer Natur. Ein Kunde meint, niedrigere Preise seien beim besten Willen nicht festzustellen. Und eine andere Kundin sagt, niemand werde wegen geringerer Inflation mehr ausgeben. Dazu müssten schon die Gehälter steigen. Höhere Gehälter oder nicht: Die Verbraucher hielten sich im Schlussquartal 2008 mit Ausgaben zurück. Die Einzelhandelsumsätze gaben zum Teil deutlich nach, vor allem im Dezember. Da viele Bürger ihre Weihnachtseinkäufe rechtzeitig tätigten, waren die November-Zahlen einigermaßen stabil geblieben. Die Europäische Zentralbank beginnt das Neue Jahr nun – dank niedrigerer Inflation – mit größerem Spielraum in ihrer Geldpolitik. Beobachter rechnen mit einer weiteren Zinssenkung schon in der nächsten Woche in der Größenordnung von einem halben Prozentpunkt. Für die Märkte ist das klar – der Euro wird immer schwächer.