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EU bemüht sich um Lösung im Gaskonflikt

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EU bemüht sich um Lösung im Gaskonflikt

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Während die Kältewelle in weiten Teilen Europas den Gasverbrauch in die Höhe treibt, bemüht sich die Europäische Union um Schlichtung im Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland – ohne jedoch offiziell vermitteln zu wollen. Der Konflikt hatte sich gestern erneut zugespitzt, als der russische Regierungschef Wladmir Putin ankündigte, die Lieferungen weiter senken zu wollen. Ein Sechstel weniger Gas solle durch die Ukraine gepumpt werden – das entspricht der Menge, die das Land – nach russischer Darstellung – illegal abzapfe.

Nachdem schon zuvor viele Länder Osteuropas kurzzeitige Lieferausfälle beklagt hatten, brach nun eine Delegation der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft nach Kiew auf, um dort auf eine Lösung zu drängen. Außerdem wird der Vizechef des russischen Gaskonzerns Gasprom in Berlin zu Gesprächen erwartet. Ferran Tarradellas, der Sprecher von EU-Energiekommissars Andris Piebalgs bemüht sich aber vorerst um Beruhigung: Noch bestehe keine Gefahr von Gas-Engpässen, weder für die Industrie noch für die Verbraucher. Die meisten Länder der EU hatten in Brüssel erklärt, sie könnten die Probleme bei der Erdgaslieferung aus Russland durch die Ukraine bisher noch ausgleichen. Rumänien und Bulgarien – wo es besonders kalt ist – beklagten aber, dass die Liefermengen, die sie erhielten, deutlich zurückgegangen seien.