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EU macht Druck

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Die Europäische Union will an diesem Donnerstag eine Lösung im eskalierten russisch-ukrainischen Gas-Streit finden: Die Chefs der Energiekonzerne Gazprom und Naftogas, Alexej Miller und Oleg Dubina, sollen dazu in Brüssel mit Vertretern der EU-Kommission und der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft zusammenkommen. Seit dem frühen Morgen wird überhaupt kein russisches Gas mehr über die Ukraine transportiert. Die letzte Transitleitung, über die noch geliefert wurde, blieb leer.

Die beiden Staaten schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter dafür zu. Sonderbeobachter der EU sollen jetzt vorort in der Ukraine und in Russland prüfen, wer wann wo den Gashahn abdrehte. Sollte am Freitag immer noch kein Gas fließen, will die Europäische Union ein Sondertreffen der 27 EU-Energieminister für Montag in Brüssel einberufen. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso sagte, wenn der Gastransport nicht bald wieder normal funktioniere, sei die EU gezwungen, Russland und die Ukraine nicht mehr als zuverlässige Handelspartner in Sachen Gas zu betrachten. Wegen der außerodentlich kalten Witterung droht nach Angaben von Gazprom eine Beschädigung der leeren Leitungen.