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Zehntausende bosnische Haushalte ohne Heizung

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Zehntausende bosnische Haushalte ohne Heizung

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Mit Kohle und Brennholz gegen die klirrende Kälte – so kämpft Bosnien gegen die Folgen des Gaslieferstopps. Da das Land sein Gas vollständig aus Russland bezieht, konnten viele Menschen auch am dritten Tag in Folge nicht heizen. Bei Temperaturen bis zu minus zehn Grad sind in Sarajewo etwa 70.000 Haushalte betroffen. Die Nachfrage nach Alternativen ist groß. Innerhalb von Stunden waren alle elektrischen Heizgeräte in Sarajewo ausverkauft.

In Bulgarien, dem ärmsten europäischen Land, zeigt sich ein ähnlich kritisches Bild: Auch hier mussten zehntausende Haushalte ohne Gas auskommen. In vielen Krankenhäusern stellten die Chirurgen wegen frostiger Temperaturen die Arbeit ein – die Ausnahme sind dringende Notfälle. Lilyana Sabeva, eine Beamtin aus Dobrich, erklärte, industrielle Unternemen, öffentliche Gebäude und Verwaltungen könnten nicht mehr heizen. Schulen blieben geschlossen, Kinder müssten zu Hause bleiben. In vielen Klassenräumen und Kinderkrippen in Sofia herrschen Minusgrade. Die buglarische Regierung versprach eine Normalisierung der Situation für die kommenden Tagen.