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Gasversorgung in Europa immer schwieriger.

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Gasversorgung in Europa immer schwieriger.

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Es kommt kein russisches Gas mehr über die Ukraine nach Europa. Zehntausende bibbern nun unter der klirrenden Kälte vor allem in Südosteuropa. Moskau und Kiew beschuldigen sich gegenseitig für die Zuspitzung verantwortlich zu sein. Bei einem Spitzentreffen in Brüssel soll heute eine Lösung im russisch-ukrainischen Gasstreit gefunden werden. Die EU forderte die sofortige Aufnahme der vereinbarten Lieferungen und warnte beide Staaten vor Konsequenzen.

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso sagte: “Sie sollen das Problem lösen, so daß wir wieder Vertrauen in russische Gaslieferungen haben können. Wir sind die wichtigsten Abnehmer. Wir wollen auch der Ukraine als Gastransitland wieder trauen. Die Ukraine will schließlich näher an die Europäische Union.” 17 Staaten der Europäischen Union sind von dem Lieferstopp direkt betroffen. Russlands Monopolist Gazprom wirft der Ukraine vor, Gas aus den Transitpipelines zu stehlen. Um den Konflikt zu beenden sollen möglicherweise internationale Beobacher eingesetzt werden, die die Weiterleitung das Gases aus Russland kontrollieren. In Sarajewo, der Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina werden angesichts der frostigen Lage böse Erinnerungen wach. Die Anwohnerin Snejezana Kordic meinte: “Wir sind in einer kriegsähnlichen Lage hier. Ich kann es nicht glauben. Im 21.Jahrhundert kann einfach jemand so das Gas abstellen.” In Bulgariens Hauptstadt Sofia sieht es auch nicht besser aus. Hier kommt ebenfalls kein russisches Gas mehr hin. Diana Hristova sagte: “Wir fühlen schon die Gaskrise. Die Zentralheizung schafft es nicht mehr. Wir versuchen es mit einem elektischen Heizofen, aber das ist nicht dasselbe.” Der Frost hat Europa fest im Griff. Während Österreich schon mit Versorgungsproblemen kämpft, bestehen für Deutschland noch keine Engpässe.