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Gaskrise bedroht Industrie

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Gaskrise bedroht Industrie

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Verlierer des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine ist schon jetzt die Industrie. Um Brennstoff zu sparen, traten in den betroffenen Ländern Notfallpläne in Kraft. Die bulgarische Industrie befürchtet Tagesverluste in Höhe von einer Viertelmilliarde Euro.

Im ungarischen Esztergom, nahe Budpest musste der japanische Fahrzeughersteller Suzuki seine Fabrik vorübergehend stilllegen. Ein Sprecher hoffte, dass die Fließbänder am Montag wieder laufen. Im slovakischen Trnava wurde die Produktion bei den französischen Konkurrenten Citroen und Peugeot gestoppt. Dem österreichische Ziegelhersteller Tondach steht für seine ungarischen Fabriken nur noch gut ein Zehntel des sonst verbrauchten Gases zur Verfügung. Ein Drittel der ungebrannten Ziegel sei hin, so der Direktor der Werke. Eine Schonfrist hingegen gab es für Ungarns Schweine: Die größte Fleischfabrik musste das Schlachten stoppen. Und auch die Bäckeröfen bleiben kalt. Durch alternative Brennstoffe könnten nun die Preise steigen, warnten Brotbäcker in Bulgarien. Dann wären die Verlierer am Ende wieder die, die ohnehin schon frieren: die Verbraucher.