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Keine UNO-Hilfe mehr für Gaza

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Keine UNO-Hilfe mehr für Gaza

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Die UNO stellt ihre Hilfslieferungen und Aktivitäten im Gazastreifen vorerst ein. Die Organisation gab an, die Sicherheit ihrer Mitarbeiter könne in keiner Weise mehr gewährleistet werden.

Zuvor hatten nach Darstellung der UNO die israelischen Streitkräfte einen Lastwagen mit einer Hilfslieferung für den Gazastreifen beschossen. Dabei sei der Fahrer getötet worden. UNO-Mitarbeiter Christopher Gunness sagte, die Hilfslieferung sei mit Israel abgesprochen gewesen und das Fahrzeug klar mit einer UNO-Flagge und -Abzeichen gekennzeichnet gewesen. Die Tätigkeit dort müsse ausgesetzt werden, zahlreiche Einrichtungen der UNO seien von den Israelis direkt angegriffen worden. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz übte unterdessen ungewöhnlich scharfe Kritik an Israel. Die israelischen Streitkräfte hielten sich nicht an humanitäres Völkerrecht. Dieses schreibe vor, dass die Konfliktparteien verletzten und kranken Personen helfen müssten. Die israelischen Streitkräfte seien dieser Verpflichtung nicht nachgekommen. Nach einem Angriff auf den Stadtteil Seitun in Gaza-Stadt habe die israelische Armee tagelang palästinensischen Sanitätern und Rotkreuz-Vertretern den Zugang zu Verletzten verwehrt. Katrina Ritz vom Roten Kreuz meinte: “Am schockierendsten war, dass die israelischen Soldaten wussten, dass die Zivilisten da waren und sie ihnen dennoch nicht halfen und uns auch nicht halfen, sie heraus zu holen.” Die israelische Armee erklärte zu den Vorwürfen, sie arbeite mit internationalen Hilfsorganisationen zusammen und greife Zivilpersonen nicht absichtlich an.