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Israel akzeptiert ägyptische Friedens-"Prinzipien"

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Israel akzeptiert ägyptische Friedens-"Prinzipien"

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Die israelische Armee hat in der Nacht ihre Offensive im südlichen Gazastreifen verstärkt. Die Luftwaffe bombardierte in Rafah unter anderem vermutete Schmugglertunnel. Bodentruppen rückten auf Chan Junis vor.

Israel akzeptierte unterdessen “die Prinzipien” der Friedensinitative Ägyptens. Vor Beginn der Gespräche müssten jedoch die israelischen Sicherheitsforderungen erfüllt werden, so Verteidigungsminister Ehud Barak. Der Weltsicherheitsrat hatte sich zuvor nicht auf eine Resolution verständigen können. Der Präsident der Vollversammlung, der Nicaraguaner Miguel d’Escoto Brockmann, wollte deshalb ein Treffen aller UNO-Mitglieder einberufen. Die westlichen Vetomächte unterstützten die ägyptische Initiative. Die arabischen Staaten bestanden auf einem verbindlichen Text. US-Außenministerin Condoleezza Rice sagte, die USA befürworteten die Bemühungen vieler Staaten, vor allem die des ägyptischen Präsidenten Mubarak. Die USA unterstützten dessen Initiative. Sie habe dazu intensive Gespräche mit arabischen und israelischen Vertretern geführt. Rice appellierte zudem an Israel, mehr Hilfslieferungen in den Gazastreifen zu lassen. Israel und die Hamas hatten die Kämpfe gestern für drei Stunden eingestellt, um Hilfslieferungen und die Bergung von Toten und Verletzten zu ermöglichen. Die UNO forderte einen dauerhaften Waffenstillstand. Während der zwölftägigen Offensive wurden mehr als 680 Palästinenser getötet. Die Hälfte der Opfer sollen laut palästinensischen Angaben Zivilisten sein. Durch Gefechte und Hamas-Raketen wurden sieben israelische Soldaten und drei Zivilisten getötet.