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Weitere Ausländer verlassen Gazastreifen

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Weitere Ausländer verlassen Gazastreifen

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Israel hat weiteren Palästinensern mit ausländischen Pässen erlaubt, den Gazastreifen zu verlassen. Busse brachten sie über den nördlichen Übergang Erez und dann weiter nach Jordanien. Unter den 250 Menschen sollen nach Armeeangaben auch Deutsche und Österreicher sein.

Motaz Abu Ramadan hat einen kandischen Pass – und im Gepäck die Sorge um die, die zurückbleiben: “Die Situation verschlechtert sich. Wir haben Glück, dass wir den Gazastreifen verlassen können. Aber den Menschen, die hier festsitzen, steht eine harte Zeit bevor. Hoffentlich überleben sie den Krieg.” Das Internationale Kommittee vom Roten Kreuz hat den Transport organisiert. Bezahlt hat ihn die EU. Die Russin Olga ist mit einem Palästinenser verheiratet: “Es ist gefährlich. Ich habe Angst um meine Kinder, nicht um mich. Die ganze Nacht wird geschossen, bombardiert. Und kein Wasser, kein Strom. Das Leben ist schwer.” Bei Angriffen am Donnerstagabend wurden eine Marokanerin und eine Ukrainerin getötet. Mit ihnen starben Angehörige, darunter ein Kleinkind. Rund 400 Menschen mit fremden Pässen halten sich laut israelischen Diplomaten noch im Gazastreifen auf.