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Lage im Gazastreifen verschlechtert sich

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Lage im Gazastreifen verschlechtert sich

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Im Gazastreifen selbst verschlechtert sich die Lage der Bevölkerung zusehends: Das Palästinenserhilfswerk der UNO, die UNRWA, setzte seine Tätigkeit im Gazastreifen aus.

Nach Angaben der Agentur wurde ein Hilfstransport beschossen; ein Fahrer kam dabei ums Leben. Der Transport fand vor Beginn einer abermaligen Waffenruhe statt, war aber der UNRWA zufolge mit der israelischen Armee abgestimmt. Zunehmend gerät auch die Lage der Kinder in den Blickpunkt. Der Hamas-Miliz zufolge ist jedes dritte Opfer auf der palästinensischen Seite ein Kind; bestätigen lassen sich solche Angaben aber nicht. Manche sehen hier auch langfristig schädliche Folgen: Die junge Generation werde entweder traumatisiert und später an seelischen Problemen leiden, sagt Abdel Bari Atwan, der Chef der arabischen Zeitung Al-Quds Al-Arabi in London. Oder sie werde radikalisiert; damit sei sie vielleicht die kommende Generation von Selbstmordattentätern. Die Europäische Union will Israel jetzt dazu aufrufen, für Hilfstransporte einen freien und sicheren Zugang in den Gazastreifen zu ermöglichen. In einem Entwurf für diesen Aufruf lobt die EU-Kommission die tägliche, dreistündige Waffenruhe, hält sie aber zugleich für unzureichend. Auch die USA verlangen eine Ausdehnung dieser Feuerpausen.