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Südosteuropa: Millionen Menschen ohne Heizung

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Südosteuropa: Millionen Menschen ohne Heizung

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Serbien hat der russische Gasstopp besonders kalt erwischt: Tagelang waren eine Million Menschen ohne Heizung, dann kam Hilfe. Aus Ungarn flossen zwei Millionen, aus Deutschland und Österreich jeweils knapp drei Millionen Kubikmeter Gas ins Land. Dennoch: In manchen Fabriken ruht die Produktion, etwa in Serbiens größtem Pharmaunternehmen “Hemofarm” in Vrac. Der technische Direktor berichtet, das Problem sei eskaliert, als das Thermometer auf 15 Grad unter Null fiel. Mit einer gewaltigen Anstrengung – vor allem in der Wartung – habe man Schäden vermeiden können, aber für “Hemofarm” sei es dennoch eine schwierige Situation.

Auch Bulgarien leidet unter der Kältewelle und dem ukrainisch-russischen Gaskrieg. Zwar hat die Ukraine damit begonnen, das Land mit Lieferungen aus eigenen Reserven zu versorgen, gut 2,5 Millionen Kubikmeter pro Tag sollen es sein. Das reicht aber längst noch nicht.“Die Zentralheizung wurde gedrosselt”, sagt sie, “und wir versuchen, uns mit Elektroheizgeräten zu behelfen. Aber das ist nicht dasselbe.” In Sofia geht es jetzt ans Eingemachte. Da werden alte Öfen wieder herausgeholt, da wird wieder Holz gehackt. Die Sparmaßnahmen der Regierung sind deshalb aber immer noch nicht ausgesetzt.