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Hamas-Chef lehnt Gaza-Waffenstillstand ab

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Hamas-Chef lehnt Gaza-Waffenstillstand ab

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Die Hamas lehnt einen Waffenstillstand mit Israel ab. Das sagte der im Exil lebende Chef der Bewegung, Chalid Maschal, im syrischen Fernsehen. Eine Waffenruhe beraube die Einwohner des Gaza-Streifens der Möglichkeit, Widerstand gegen die israelischen Armee zu leisten. Einen Waffenstillstand könne man erst erwägen, wenn Israel seine Offensive und die totale Abriegelung des Gazastreifens beende.

Schon zuvor hatte Maschal sich auf einem Treffen mit anderen palästinensischen Führern in Damaskus gegen den ägyptischen Vorschlag einer internationalen Truppe im Gaza-Streifen ausgesprochen. Eine Solche würde im Gaza-Streifen als Besatzungsmacht wahrgenommen – und bekämpft. Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas dagegen ist für die Stationierung internationaler Beobachter im Gazastreifen. Nach einem Treffen mit Präsident Mubarak in Kairo forderte er die Konfliktparteien auf, den Vorschlag des ägyptischen Staatschefs anzunehmen und die Gewalt zu beenden. Später besuchte Abbas Verletzte Einwohner des Gaza-Streifens, die in einem ägyptischen Krankenhaus behandelt werden. Mubaraks Drei-Punkte-Plan sieht auch Verhandlungen von Abbas’ Fatah-Organisation mit der rivalisierenden Hamas vor. Diese hatte ebenfalls eine Delegation zu Sondierungsgesprächen nach Kairo gesandt.