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Israel bombardiert weiter Ziele in Gaza

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Israel bombardiert weiter Ziele in Gaza

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Am 16. Tag in Folge hat die israelische Armee nunmehr Ziele im Gazastreifen bombardiert, gut 850 Todesopfer gibt es auf palästinsensischer Seite und 3.500 Verletzte. Bis nach Gaza-Stadt sind die israelischen Truppen inzwischen vorgedrungen, Augenzeugen berichten, dass Panzer etwa einen Kilometer tief im Süden der Stadt stehen. Dieser Anwohner berichtet, die israelische Armee habe ohne Warnung mit dem Beschuss begonnen.Nicht einmal Flugblätter mit der Aufforderung ihre Häuser zu verlassen habe es gegeben. Zusammen mit den Kindern hätten sie sich auf einer Etage aufgehalten, 40 Personen in einem Raum. Jetzt werde man die Stadt verlassen. Nach Angaben der Armee wurde in der vergangenen Nacht das Haus von Ahmed al-Jabari beschossen, einer der wichtigsten Führer der islamistischen Hamas im Gazastreifen. Angaben über Opfer gab es zunächst nicht. Doch die Spitze der Hamas ist abgetaucht, auch Jabari wechselt aus Angst vor Anschlägen ständig das Versteck. Nach Angaben der Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch setzt Israel Phosphor ein. Das sei internationalen Gesetzen zufolge zwar erlaubt, könne in Gebieten mit einer hohen Bevölkerungsdichte allerdings Verbrennungen bei Zivilisten verursachen, hieß es.

Indes werden im Gazastreifen Lebensmittel knapp, eine Million Menschen sind ohne Strom, 750.000 von der Versorgung mit Trinkwasser abgeschnitten. Das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge bringt indes wieder Hilfsgüter für die notleidende Bevölkerung in den Gazastreifen. Insgesamt 50 Lastwagen sollten heute dort eintreffen. Die Lieferungen waren am Freitag eingestellt worden, nachdem ein Konvoi nahe dem israelischen Grenzübergang Erez beschossen und dabei zwei Mitarbeiter getötet worden waren.