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Serbien verstärkt Fahndung nach Ratko Mladic

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Serbien verstärkt Fahndung nach Ratko Mladic

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Serbien hat die Fahndung nach dem als Kriegsverbrecher gesuchten Ratko Mladic verstärkt. An Polizeiwachen und Grenzübergängen des Landes wurden neue Fahndungsplakate mit dem Bild des ehemaligen bosnisch-serbischen Militärchefs angebracht. Auf den Plakaten werden eine Million Euro Belohnung versprochen – für Hinweise, die zur Festnahme von Mladic führen. Doch eine Frau in Belgrad sagte, sie sei sich sicher, dass sein Aufenthaltsort den Behörden längst bekannt sei, und ein Mann bezweifelte, dass die Belohnung gezahlt würde: Wer das glaube, sei naiv!

Ratko Mladic ist der vom UN-Tribunal für Ex-Jugoslawien meistgesuchte Angeklagte. Ihm werden Gräueltaten im Bosnien-Krieg in den Neunziger Jahren zur Last gelegt, insbesondere das Massaker in Srebrenica, bei dem rund 8000 bosnische Muslime getötet wurden. Mladic war zu der Zeit Militärchef der bosnischen Serben. Ihr damaliger politischer Führer Radovan Karadzic wurde im vergangenen Sommer festgenommen und nach Den Haag überstellt – zwölf Jahre nach der Ausfertigung des internationalen Haftbefehls gegen ihn.