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Alitalia stimmt Einstieg von Air France-KLM zu

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Alitalia stimmt Einstieg von Air France-KLM zu

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Nach Jahre langem Überlebenskampf steht die marode Alitalia vor einem Neustart. Der Alitalia-Aufsichtsrat gab auf einer Sondersitzung in Rom für die Partnerschaft mit Air France-KLM grünes Licht. Am Freitag hatte bereits das französisch-niederländische Unternehmen den Plänen zugestimmt.

Air France-KLM übernimmt demnach 25 Prozent an Alitalia zum Preis von 322 Millionen Euro. 75 Prozent sind in den Händen der privaten Investorengruppe CAI. Diese hatte die von einem Insolvenzverwalter geführte Alitalia für eine Milliarde Euro erworben und mit der Gesellschaft Air One fusioniert. Am Flughafen Rom kam es indes erneut zu Protesten von Mitarbeitern, die angesichts der Kürzungsstrategie von Air France-KLM um ihre Arbeitsplätze fürchten. Eine Alitalia-Angestellte erklärt, die bisher bekannten Pläne hätten auf die Belegschaft keinerlei Rücksicht genommen. Nach Jahren im Unternehmen würden die Mitarbeiter einfach weggeworfen. Der Neustart soll mit einem um etwa 3500 auf 12.500 Arbeitsplätze verringerten Personal sowie einem nahezu halbierten Flugbetrieb mit 600 Flügen täglich aufgenommen werden. Die Regierung in Rom hatte bis zuletzt vergeblich versucht, die deutsche Lufthansa zu einem Engagement bei Alitalia zu bewegen. Doch die Deutschen zeigten sich betont desinteressiert, zumal sie Ende Januar mit einer eigenen Lufthansa Italia auf den Markt geht. Besonders umstritten in der Vereinbarung mit den Franzosen war auf italienischer Seite der Bedeutungsverlust des Mailänder Flughafens Malpensa. Künftig werden die meisten internationalen Flüge von Rom-Fiumicino abgewickelt.