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Keine Entspannung im Gazakonflikt

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Keine Entspannung im Gazakonflikt

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Auch die Bemühungen um eine Waffenruhe gehen weiter: Am Wochenende war der deutsche Außenminister in der Region, heute folgt der spanische. Deutschland bietet Hilfe bei der Grenzsicherung an, gegen den Waffenschmuggel von Ägypten in den Gazastreifen. Greifbare Erfolge gibt es aber bei diesen Bemühungen nicht: Zu festgefahren ist der Konflikt.

Steinmeiers Gesprächspartner, Verteidigungsminister Ehud Barak, sagt zumindest, man prüfe weiterhin diplomatische Wege, auch wenn die Offensive im Gazastreifen weitergehe. Das sei kein Widerspruch. Trotz dieser Offensive kann die Hamas weiterhin Raketen auf israelisches Gebiet abfeuern: Mehr als zwanzig waren es nach israelischen Angaben gestern wieder. Einige der moderneren Grad-Raketen mit höherer Reichweite schlugen in der Stadt Beerschewa ein, gut vierzig Kilometer vom Gazastreifen entfernt; verletzt wurde dabei niemand. In Aschdod wurde nach israelischen Berichten ein leerer Kindergarten getroffen. Auch die grenznahe Stadt Sderot war wieder Ziel der Raketen. Eine Schülerin in Sderot sagt: “Ich habe Angst vor dem Weg zur Schule und dem Rückweg nach Hause. Aber wenigstens die Schule ist sicher.” Viele Schulen in Israel haben inzwischen Luftschutzräume, so dass die Kinder dort geschützt sind – anders als oft in den Häusern ihrer Familien.