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Russisch-ukrainisches Gasabkommen unter Dach und Fach

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Russisch-ukrainisches Gasabkommen unter Dach und Fach

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Der Streit zwischen Russland und der Ukraine über russische Gaslieferungen nach Europa ist offenbar beigelegt: Nach Angaben des russischen Energiekonzerns Gazprom haben alle Seiten ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet.

Schon am Wochenende hatten zuerst Russland und dann die Ukraine ein Abkommen unterzeichnet, das unter EU-Vermittlung zustandegekommen war. Doch danach beanstandete Moskau Zusätze in der ukrainischen Version. Nun liegt eine entsprechend bereinigte Fassung vor. Gazprom-Chef Aleksei Miller sicherte EU-Energiekommissar Andris Piebalgs eine schnelle Wiederaufnahme der Lieferungen zu. Wir haben eine klare Vereinbarung mit der russischen Seite, dass Montagmorgen um 8 Uhr das Gas in Richtung der EU fließen wird, sagte Piebalgs. Es werde einige Zeit brauchen, um bei den Verbrauchern anzukommen, aber es könnte schneller gehen als bisher angenommen: 24 bis 30 Stunden könnten ausreichen. Vereinbart wurde der Einsatz internationaler Kontrolleure, die überprüfen sollen, wie viel russisches Gas durch die Ukraine fließt. Moskau wirft Kiew vor, Gas zu entwenden. Am Mittwoch hatte Russland wegen des Streits die Gaslieferungen eingestellt. EU-Beobachter warten bereits seit Sonntag an der Pipeline auf den Beginn ihres Einsatzes.