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Besorgnis in der EU wegen fortdauernder Gas-Lieferblockade

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Besorgnis in der EU wegen fortdauernder Gas-Lieferblockade

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In einem Telefongespräch mit Russlands Regierungschef Wladimir Putin brachte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso seine Enttäuschung zum Ausdruck und beklagte insbesondere Behinderungen der Arbeit der EU-Beobachter.

Putin erklärte in der Gazprom-Zentrale in Moskau, er verstehe nicht, welche Probleme die Ukraine mit der Durchleitung habe; Kiew habe keine plausiblen Erklärungen gegeben. Kiew und Moskau hatten sich nach zähen Verhandlungen unter EU-Vermittlung am Montag auf ein Kontroll-Abkommen und den Einsatz von internationalen Kontrolleuren geeinigt. In Brüssel forderte die Europäische Kommission beide Seiten nachdrücklich auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Kommission wolle keine voreiligen Urteile über die Ursachen der fortdauernden Lieferblockade abgeben, erklärte eine Sprecherin. Die Lage sei jedenfalls sehr ernst und müsse sehr schnell verbessert werden. Der Zugang der Beobachter zu den Leitstellen in Kiew und Moskau sei nötig, um den Gasfluss kontrollieren zu können, betonte die Kommission. Der Sprecher von Energiekommissar Andris Piebalgs nannte die Situation “völlig unannehmbar”. Nach Gesprächen auf höchster Ebene werde es hoffentlich ein klareres Bild von den Vorgängen geben. Die Regierungschefs der EU-Mitglieder Slowakei und Bulgarien wollen in dem Streit vermitteln und an diesem Mittwoch nach Moskau reisen. Derweil stehen die EU-Beobachter weiter zum Einsatz bereit.