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Neustart für Alitalia

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Neustart für Alitalia

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“Restart” für Alitalia: Die italienische Fluglinie hebt neu ab, als vollprivatisierte Airline mit neuem Partner. Lange hatte dem früheren Staatsflieger gedroht, am Boden zu bleiben. Gestern nun stimmte der Aufsichtsrat dem Einstieg von AirFrance-KLM zu. Die französisch-niederländische Gesellschaft übernimmt für 323 Millionen Euro 25 Prozent an Alitalia.

Die übrigen 75 Prozent hält die Investorengruppe CAI. Deren Präsident Roberto Colaninno versuchte, Kritiker zu besänftigen: Dies sei ein industrielles Engagement, keine Spekulation, getrieben vom Willen, eine wichtige nationale Infrastruktur neu zu beleben, zum Wohle des Landes und der Aktionäre. Italienische Aktionäre dürfen vier Jahre lang nicht an AirFrance-KLM verkaufen, um Spekulationen zu vermeiden. Dennoch protestieren viele Beschäftigte gegen den Neustart. Gut jeder fünfte von ihnen ist nicht mehr an Bord. Wie ihr seien es fast 1000 andere Angestellte in Unsicherheit, klagte eine Alitalia-Mitarbeiterin. Sie warte auf eine Zusage, aber die komme vielleicht nie. Am Schalter wird es ruhiger: Der Flugplan ist auf 600 Verbindungen nahezu halbiert worden. Zudem droht dem bisherigen Drehkreuz Mailand-Malpensa der Bedeutungsverlust. Die Gewerkschaften drohten bereits mit Streiks.