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Alitalia-Neustart unter keinem guten Stern

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Alitalia-Neustart unter keinem guten Stern

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Die Gewerkschaften sind mit dem ausgehandelten millionenschweren Rettungsdeal der italienischen Fluggesellschaft Alitalia nicht einverstanden.
In den Mailänder Flughäfen Malpensa und Linate protestierte das Bodenpersonal: 3.500 Arbeitsplätze sind bei Alitalia gestrichen worden und mit 600 Starts und Landungen täglich wurde der Flugbetrieb halbiert. Vor allem die kleinen Zulieferer, Caterer, Andenkenverkäufer in den Airports fürchten massive wirtschaftliche Verluste und sehen mit der neuen Alitalia für sich keine Zukunft mehr.
 
Außerdem verliert Mailand an Bedeutung im Flugverkehr. Rom ist nun wichtiger. Die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France/KLM ist mit 25 Prozent bei der nun privatisierten Alitalia eingestiegen. Die italienische Investorengrupe CAI hatte die bankrotte Fluglinie für eine Milliarde Euro gekauft.
 
Der erste vollprivatisierte Flieger der einst so stolzen italienischen Gesellschaft flog von Malpensa nach Sao Paolo. Am Boden herrscht noch Chaos, die Proteste gehen weiter.