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Europa wartet weiter vergeblich auf russisches Gas


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Europa wartet weiter vergeblich auf russisches Gas

Die Beobachter der Europäischen Union sind zwar vor Ort – doch sie haben keinen freien Zugang zu den Leitstellen in Kiew und in Moskau. Das sind die neuesten Angaben der EU-Kommission zum Gasstreit, der immer noch zwischen Russland und der Ukraine schwelt. Wenige Stunden nach Wiederaufnahme der Gaslieferungen ist der Transit über Europas wichtigste Pipeline durch die Ukraine am Dienstag erneut zum Erliegen gekommen. Am Morgen hatte es zunächst nach einem Ende des tagelangen Hin und Her ausgesehen, die internationalen Beobachter in der russischen Messstation Sudscha bestätigten den Fluss des Gases. Doch dann war plötzlich wieder Schluss: Nach Auffassung des russischen Gasmonopolisten Gazprom, weil die Ukrainer die Weiterleitung nach Westen blockierten. In Kiew hieß es hingegen, die von Russland vorgeschriebene Transitrichtung Rumänien sei technisch nicht machbar. Das Ergebnis: Der Konflikt um höhere Gaspreise und Transitgebühren bleibt ungelöst, in Südosteuropa frieren weiter Hunderttausende. Heute wollen die Regierungschefs der Slowakei und Bulgariens, Robert Fico und Sergej Stanischew, zu Gesprächen nach Moskau reisen.

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