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Äthiopien zieht Truppen aus Somalia ab

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Äthiopien zieht Truppen aus Somalia ab

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Die in Somalia stationierten äthiopischen Truppen haben mit dem Abzug begonnen. Sie räumten zwei ihrer größten Kasernen in Mogadischu. Der Abzug ist eine der Voraussetzungen für einen Waffenstillstand zwischen der Regierung und der gemäßigten islamischen Opposition. Äthiopien hatte Ende 2006 die Übergangsregierung beim Sturz der Union der Islamischen Gerichte unterstützt und 3000 Soldaten im Land stationiert. Oberst Gabre Yohanes von den äthiopischen Streitkräften sagte, die internationale Gemeinschaft werde dem somalischen Volk helfen, seine Schwierigkeiten zu lössen. Äthiopien habe sein Bestes getan, mehr als jeder andere Nachbar Somalias, nun verlasse man das Land. Beobachter befürchten nun, dass mit dem Abzug der Äthiopier der Krieg zwischen den ehemaligen Warlords wieder ausbrechen könnte. Bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und islamistischen Rebellen wurden in Mogadischu mindestens 11 Menschen getötet und 16 verletzt. Zuvor hatten die Milizen den in der Nähe gelegenen Präsidentenpalast beschossen, hieß es. Dort traf sich Ministerpräsident Nur Hassan Hussein zum Zeitpunkt des Angriffs mit Vertretern der Friedenstruppen der Afrikanischen Union. Seit Ende 2006 sind Schätzungen zufolge rund 16.000 Menschen in Somalia Opfer der blutigen Kämpfe geworden.

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