Eilmeldung

Eilmeldung

Fast 1000 Tote: Verteidigung an der Medienfront

Sie lesen gerade:

Fast 1000 Tote: Verteidigung an der Medienfront

Schriftgrösse Aa Aa

Die israelische Armee hat ihre Angriffe im Gazastreifen fortgesetzt. Im Zentrum des Palästinensergebiets kam es in der Nacht zu schweren Explosionen. Am Abend waren die Panzer weiter auf die dicht besiedelte Innenstadt Gazas vorgerückt.

Die israelische Regierung zögert vorerst, die Soldaten in den risikanten Häuserkampf zu schicken. Stattdessen verteidigt sie sich an der Medienfront: In einem von der Armee frei gegebenen Interview bedauert ein Pilot, dass neben “vielen Feinden auch wenigen unbeteiligten Zivilisten Leid zugefügt” werde. Die Menschen im Land, die Politiker wüßten das. Nach 18 Tagen seien die meisten aber noch nicht alle Ziele der Operation erreicht, sagte Verteidigungsminister Ehud Olmert. Die Hamas feuerte weniger, aber weiter Raketen auf Israel. Die Zahl der getöteten Palästinenser stieg auf fast 1000, knapp die Hälfte sollen Zivilisten sein. Er wisse nicht, was Israels Außenministerin Zipi Livni in ihren schicken Anzügen sage, so einer der ausländischen Ärzte, die gestern einreisen durften, aber er habe nur zivile Opfer gesehen, keine Extremisten. Nur Alte, Frauen und Kinder. Palästinensischen Angaben zufolge wurden 4400 Menschen verletzt. Hilfsorganisationen appellierten dringend an Israel, die Zivilisten zu schützen. Diese seien nirgends sicher, auch die Helfer nicht.