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Wirtschaft der Eurozone kommt laut OECD nur langsam aus der Krise

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Wirtschaft der Eurozone kommt laut OECD nur langsam aus der Krise

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Die Wirtschaft der Euro-Zone wird nur langsam aus der Krise kommen: Dies erklärt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in ihrem neuen Länderbericht. Die OECD rechnet für 2009 nach wie vor mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um nur 0,6%.

Bei der Vorstellung des Berichts in Paris erklärte OECD-Generalsekretär Angel Gurria, die gegenwärtige Rezession dürfte einige Zeit andauern. Die Welt erlebe die schlimmste Finanzkrise seit Ende der Zwanziger Jahre. Die Krise habe auch die Schwellenländer erfasst. Das Wachstum des Welthandels habe sich deutlich verlangsamt, und dies dürfte zunächst so weitergehen: Das Schlimmste stehe noch bevor! Die OECD erwartet einen BIP-Rückgang in Deutschland um 0,8 Prozent, in Großbritannien gar um 1,1 Prozent. Dazwischen liegen die USA mit minus 0,9 Prozent. Japan hingegen muss nur mit einem Rückgang um 0,1 Prozent rechnen. Die OECD warnt die europäischen Regierungen – und auch die amerikanische – vor der andauernden Gefahr, die von faulen Krediten ausgehe: Sollten sich die Banken nicht von dieser Last befreien können, würden die Regierungen zu immer weiteren Rekapitalisierungen gezwungen sein. Die OECD rät der Europäischen Zentralbank zu einer schnellen Zinssenkung; dafür habe die EZB durchaus Spielraum. Und eine solche Entscheidung sollten die europäischen Währungshüter schon bei ihrer Zusammenkunft an diesem Donnerstag treffen. Die meisten Experten rechnen mit einem Zinsschnitt von 50 Basispunkten auf 2 Prozent. Das “Schattenrat” genannte Expertengremium der EZB plädiert für eine Zinssenkung um einen vollen Prozentpunkt.