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Thyssen-Krupp-Manager vor Gericht

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Thyssen-Krupp-Manager vor Gericht

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In Turin müssen sich Thyssen-Krupp-Manager vor Gericht verantworten. Am Donnerstag hat der Prozess vor dem Schwurgericht wegen des Todes von sieben Arbeitern begonnen. Dem Vorstandschef der Stahlsparte des Unternehmens in Italien, Harald Espenhahn, wird vorsätzliche Tötung vorgeworfen. Ihm drohen 21 Jahre Haft.

Es ist das erste Mal in der italienischen Justizgeschichte des Landes, dass ein Manager wegen Totschlags angeklagt wird. Fünf weiteren Führungskräften wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Der Tod der sieben Arbeiter in Turin steht symbolisch für die zahlreichen Arbeitsunfälle in Italien. Im Dezember 2007 war in dem Stahlwerk ein Feuer ausgebrochen, das zu einer Explosion führte. Espenhahn soll das Risiko, dass ein Unglück passiert, bewusst in Kauf genommen haben. Das Werk stand ohnehin vor der Schließung. Die Manager hätten deshalb nicht genug in die Sicherheit investiert, so der Vorwurf. Das Unglück hatte zu landesweiten Demonstrationen geführt.