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Demonstrant gegen Krieg in Gaza erschossen

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Demonstrant gegen Krieg in Gaza erschossen

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Nur kurz nach dem Freitagsgebet hat die israelische Armee einen Demonstranten im Westjordanland erschossen. In der Stadt Hebron war es am Rande einer Demonstration gegen den Krieg in Gaza zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Der 15-jährige Mutassem Da’ana war von einer Kugel in den Kopf getroffen worden, als die Soldaten das Feuer eröffneten. Zuvor hatten Demonstranten die Militärs mit Steinen beworfen. Insgesamt wurden mindestens 15 Palästinenser in Heborn verletzt, aber auch in Ramallah und Ost-Jerusalem kam es zu Ausschreitungen.

Tausende demonstrierten in Ramallah ihre Solidarität mit der Hamas, die im Gaza-Streifen die Macht hat; viele von ihnen schwenkten die grüne Fahne der radikalislamischen Organisation. In Ostjerusalem hatte die Polizei nur Muslime mit israelischer Staatsangehörigkeit zum Gebet auf den Tempelberg gelassen. Tausende Sicherheitskräfte waren in der Stadt im Einsatz. Die israelische Armee erklärte, sie werde zu diesem dritten Freitagsgebet seit Beginn der Gaza-Offensive das gesamte Westjordanland abriegeln.