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Weitere israelische Angriffe im Gazastreifen

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Weitere israelische Angriffe im Gazastreifen

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Wieder ist im Gazastreifen eine Schule der Vereinten Nationen getroffen worden, offenbar durch Panzergranaten. Zwei Kinder seien dabei getötet worden, teilte die UNRWA mit, die UNO-Agentur für palästinensische Flüchtlinge.

In der Schule in der Stadt Bet Lahija hatten mehr als anderthalbtausend Menschen Zuflucht gesucht. Die israelische Armee hat sich zu dem Vorfall nicht geäußert. Bei einem ähnlichen Zwischenfall waren Anfang des Jahres mehr als vierzig Menschen getötet worden. Insgesamt beschoss die israelische Armee letzte Nacht im Gazastreifen wieder rund fünfzig Ziele. Menschenrechtler erneuern ihre Vorwürfe gegen Israel, weil die Armee Phosphorgranaten eingesetzt haben soll. Solche Geschosse sind zum Beispiel erlaubt, um zur Tarnung Nebel zu erzeugen. Bei Menschen kann dieser Phosphor aber schwerste Verbrennungen verursachen. Der Einsatz als Brandwaffe gegen Zivilisten ist daher geächtet. Nach palästinensischen Angaben sind in den drei Wochen der israelischen Angriffe etwa zwölfhundert Menschen getötet worden; unter ihnen viele Zivilpersonen. Die Zahl der Verletzten liegt demzufolge bei mehr als fünftausend.