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Schlimmster Wachstumseinbruch seit 50 Jahren erwartet

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Schlimmster Wachstumseinbruch seit 50 Jahren erwartet

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Die EU-Kommission erwartet 2009 den schlimmsten Einbruch der Wirtschaftsleistung seit einem halben Jahrhundert. Die Rezession lähmt die Nachfrage und lässt die Arbeitslosigkeit ansteigen. Die Regierungen wollen mit gigantischen Konjunkturprogrammen gegensteuern.

Nach einem Wachstum von 2,8 Prozent 2007 erreicht die Eurozone 2009 ein Minus von 1,9 Prozent. Das entspricht einem Absturz von atemraubenden 4,7 Prozent. Analyst rechnenim Laufe des Jahres mit weiteren steuerlichen Anreizen, durch die die Kaufkraft gestärkt und die privaten Ausgaben erhöht werden sollen. Außerdem werde der Euro schwächer. Diese drei Faktoren würden sich wie rote Fäden durch das Jahr ziehen. Immerhin: Die Inflation ist endgültig kein Thema mehr. Nach 3,3 Prozent im vergangenen Jahr dürfte sich die Teuerungsrate 2009 auf gerade einmal ein Prozent abschwächen – eine Folge der schweren Rezession. Diese schlägt indes nicht überall gleichermaßen zu. So schrumpft etwa die Wirtschaft des einstigen “keltischen Tigers” Irland um nie dagewesene 6,3 Prozent. Aber auch die großen Volkswirtschaften erleiden deutliche Wachstumseinbußen zwischen 1,8 (Frankreich) und 2,8 Prozent Großbritannien. Für Deutschland rechnet die EU-Kommission mit einem Minus von 2,3 Prozent. Angesichts dieser Entwicklungen kommen auf die Europäische Zentralbank im laufenden Jahr zwei große Probleme zu. Zum einen stellen die verschiedenen staatlichen Konjuntkurprogramme hohe Risiken für die öffentlichen Haushalte dar. Zum anderen wird der geldpolitische Spielraum der EZB immer kleiner.