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London schnürt zweites Milliardenpaket für Banken

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London schnürt zweites Milliardenpaket für Banken

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Nach immer neuen Milliardenlöchern bei den Banken hat die britische Regierung ein zweites massives Rettungspaket für die kriselnde Branche geschnürt. Dabei will der Staat die Banken gegen die Risiken ihrer faulen Kredite versichern.

Dies soll den Kreditfluss wieder in Gang bringen, worauf Premierminister Gordon Brown ausdrücklich hinwies. Es gehe nicht um Hilfe für die Banken, sondern um Hilfe für Unternehmen und Familien. Des weiteren soll die Bank von England ins Kapital privater Banken einsteigen können. Dem angeschlagenen Baufinanzierer Northern Rock wird mehr Zeit bei der Kreditrückzahlung erlaubt. Schließlich erhöht der Staat seinen Anteil an der Royal Bank of Scotland. Finanzminister Alistair Darling betonte, die von der Regierung eingegangenen Risiken sollten sich zum Wohle der Wirtschaft auswirken – in Form günstiger Kreditbedingungen. Das Volumen sogenannter “toxischer Kredite” in den Büchern britischer Banken wird auf 200 Milliarden Euro geschätzt. Dies gilt als Grund dafür, dass die Banken nur noch zögerlich Kredite vergeben, wodurch Unternehmen das Geld ausgeht und weitere Jobs verloren gehen. Bereits Anfang Oktober rettete die Regierung mehrere Banken mit einer Finanzspritze über rund 40 Milliarden Euro vor dem Kollaps, darunter die Royal Bank of Scotland. Drei Banken wurden dabei teilweise verstaatlicht. Doch der gewünschte Effekt blieb bislang aus.